DIE DRITTE KAMMER – DIE VOLLENDETE SPECULATION FUEHRT ZUR NATUR ZURUECK (6)
Gesamtkonzept zu den "Geheimen Gärten Rolandswerth" (Erster Entwurf 2002)

Das Gewächshaus als Museum

Das Gewächshaus soll als befestigte Ruine zum musealen Standort werden. Das Gebäude soll so verändert werden, dass sein Ruinencharakter erhalten bleibt, aber alle gefährlichen Details beseitigt werden. Wichtig ist uns, dass die Wildlinge, die jetzt das Glasdach durchstoßen, dort bleiben können, das zerborstene Glas aber soweit entfernt wird, dass sicherheitstechnisch keine Probleme mehr auftreten können. Es ist das letzte noch stehende Gebäude der alten Ära und soll als dieses seine Funktion als Bewahrer der Geschichte des "Hentzenparks" erhalten. Hier wollen wir - wie oben schon erläutert - diese Geschichte in von uns aufgezeichneten Anekdoten auf Tafeln konservieren. Und auch einige Informationen zu Novalis und zu den ökologischen Maßnahmen werden auf den Tafeln veröffentlicht werden. Diese Tafeln könnten aus Edelstahl sein, um ein Material zu wählen, das einigermaßen vandalismussicher und wetterfest ist. Der mittlere schmale Raum wird gesäubert und weiss geschlemmt, sodass die diversen circa DIN A 2 großen Text-Tafeln dort montiert werden können. Die anderen beiden Räume rechts und links davon werden unter Berücksichtigung architektonischer Notwendigkeiten wie zwei weitere kleine Gärten behandelt. Links könnte ein Portrait von Matthias Münz (dem noch lebenden Gärtner, der einer unserer wichtigsten Quellen für die Anekdoten darstellt) von 1939 hängen, da er dort sein Landjahr gemacht hat und sehr um den Hentzenpark bemüht ist. Rechts könnte das alte Tor, das viele aus der Rolandswerther Bevölkerung gerettet sehen wollen, mit einem der verrottenden Pfosten aufgestellt werden und dort könnte Matthias Münz einen eigenen kleinen Rosenstock anpflanzen – wie das sein Wunsch ist.